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Wie groß ist die effektive Projektionsweite bei einem Punktschallquellen-Lautsprecher?

Man nutzt die 3:1 -Regel für die Distanz zum weitesten Zuhörer (D2) und zum nächsten Zuhörer (D1), um den Bereich vorherzusagen, in dem der Schallpegel nur um maximal ±3dB abweicht:

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Welche vertikale Hornöffnung muß man wählen?

Schritt 1: Abhängig von der Intensität des Reflexionsechos von der Rückwand hinter der letzten Sitzreihe wird der Neigungswinkel des Front-Lautsprechers bestimmt

  • Bei niedriger Montagehöhe, bei der der Front-Lautsprecher die komplette Raumtiefe abdecken soll, muß man fast ausschließlich auf die hintersten Zuhörer zielen. Die vordersten Zuhörer profitieren von der Nähe zum Lautsprecher
  • Bei großen Montagehöhen oder verteilten Lautsprecher-Arrays liegt der Zielpunkt eher im hinteren Drittel/Hälfte aller Zuhörer

Schritt 2: Man wählt den nominalen vertikalen Abstrahlungswinkel basierend auf der gewählten Ziellinie aus Schritt1. Dabei werden die vorderen Zuhörer stärker beschallt als die Zuhörer in den hinteren Reihen

Schritt 3: Sollte der vertikale Winkel zu groß werde, so dass zu viel Schallenergie an die Decke oder andere nicht besetzte Bereiche strahlt, sollte man einen Lautsprecher mit schlankeren vertikalen Abstrahlwinkel wählen und zusätzlich die vorderen Reihen mit Nahfeld-Füll-Lautsprechern beschallen.

  • Füll-Lautsprecher können entlang der Bühnen Vorderkante installiert werden, um die vordersten Reihen zu beschallen (z.B. kompakte Lautsprecher aus der Community Veris2 oder IC6-Serie). Das würde auch die Lokalisierung des Bühnengeschehens für diese Zuhörer verbessern.
  • Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Füll-Lautsprechern mit einem größeren vertikalen Abstrahlwinkel und geringerer Richtwirkung direkt unterhalb der Hauptlautsprecher
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Welche horizontale Hornöffnung muß man wählen?

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Dieses Bild zeigt, dass eine duale Ausrichtung (helle Fläche) eine bessere akustische Abdeckungen für den gesamten Zuhörerbereich liefert.

  1. Messen Sie den Winkel zwischen den äußersten hintersten Zuhörern von rechts nach links (ausgehend von einem bestimmten Lautsprecher/Gruppe).
  2. Wählen Sie einen Lautsprecher mit genau diesem horizontalen Öffnungswinkel.
  3. Sollte ein größerer Öffnungswinkel benötigt werden als von einem einzelnen Lautsprecher abgedeckt werden kann, teilt man den Winkel auf zwei Lautsprecher auf (5°-10° Überlappung)
  4. Die 3:1 Regel gilt auch für die horizontale Ebene, aber es gibt auch eine Begrenzung wie weit ein einzelner Lautsprecher in der benötigten Breite auf die hinterste Sitzreihe abstrahlen kann
  5. Auch kann ein Lautsprecher, der auf die vordersten/mittigen Sitzplätze zielt, mit einem entsprechenden Pegel für einen homogeneren Beschallungspegel und eine bessere „akustische Ausleuchtung“ sorgen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

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Hans Joachim Rockel

Tontechniker

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